Der Begriff Denkmal

Laut Wikipedia soll den Begriff Denkmal erstmals in den Schriften von Martin Luther in der Bedeutung von „Gedächtnisstütze“ Anwendung gefunden haben. Luther verwendet es als Übersetzung für das griechische mnemosynon und das lateinische monumentum (lat. monēre = „gemahnen“, „erinnern“). 

Der Duden unterscheidet zwei Bedeutungen für DENKMAL:

1. zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung; Monument

2. erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt.

Es gibt im Deutschen keine einheitliche Definition für den Begriff „Denkmal“. Ursprünglich im Sinne von „Gedenken“ vorrangig für Monumente verwendet, erweiterte sich der Begriff in den verschiedenen gesellschaftlichen Epochen erheblich. Heute spricht davon, dass das Objekt anschaulich wesentliche Informationen zu den Lebensweisen der Vergangenheit enthalten soll. Dies können volkskundliche, künstlerische, wissenschaftliche oder auch städtebauliche Informationen sein.

Davon abgeleitet zeigt sich, dass der Begriff stark politisch geprägt ist, da jede Gesellschaftsform ihren eigenen Rahmen für den Begriff definiert. Jede Gesellschaftsform legt unterschiedlich aus, was „Erinnerungswert“ ist und was nicht, denn jedes Denkmal überliefert gleichzeitig die damaligen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. Deutlich wird dies insbesondere bei gesellschaftlichen Veränderungen, wenn Monumente als Zeichen einer „überwundenen“ Gesellschaftsform ganz bewusst zerstört werden (siehe z.B. Zerstörung berühmten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan). Andererseits verschwinden Denkmale ganz entgegen der Absicht ihrer Initiatoren oftmals im Laufe der Zeit aus der Betrachtungsweise des Einzelnen, da die enthaltenen Symboliken, Materialien etc. Spezialwissen erfordern, über das nur noch (Kunst-)Historikern verfügen.

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