Veröffentlichungen

Hier finden Sie Veröffentlichungen der Leipziger Denkmalstiftung und unserer Partner.

Neben Informationsmaterialien können Sie unter anderem geplante Veranstaltungen, neue Beschlüsse sowie unsere Jahresberichte einsehen.



Wanderausstellung zur Bedeutung sächsischer Spinnmühlen

Leipziger Denkmalstiftung

Magazine Stadtforum

Das „ NETZWERK Stadtforen Mitteldeutschland“ ist eine ehrenamtlich arbeitende, gemeinsame Plattform für alle Stadtforen und Initiativen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und angrenzenden Regionen, die sich für behutsame Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Baukultur einsetzen. Als Impulsgeber für die Leipziger Denlmalstiftung ist das Stadtforum Leipzig ein wichtiger Netzwerkpartner für uns. Es versteht sich daher von selbst, dass wir unsere Aktionen in den Stadtforum-Heften präsentieren, sondern auch, dass man die Hefte gegen eine geringe Schutzgebühr bei uns erwerben kann.

Aktuell verfügbare Ausgaben (Inhaltsangaben folgen unter dem Bild)

  • Heft 1 | 2016
  • Heft 2 | 2017
  • Heft 3 | 2018
  • Heft 4 | 2019

Mehr über das Stadtforum Leipzig finden Sie auf der Webseite stadtforum-leipzig.de

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Leipziger Denkmalstiftung

Heft 1-2016

Heft 2-2017

Heft 3-2018

Heft 4-2019

Leitartikel

Denkmalschutz von unten – Bürgerinitiativen und Stadtforen als Impulsgeber - Arnold Bartetzky, Universität Leipzig

Baukultur – ein gefährliches Wort - Prof. Dr. Christian Illies, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Rettet die ehemaligen Textilwerke „Palla“ in Glauchau! - Sebastian Dämmler, Netzwerk Industrie.Kultur.Ost

Titelthema

Die Hoffnung stirbt zuletzt - Frank Kotzerke, Stadtforum Chemnitz

Rettet die erzgebirgischen Spinnmühlen! - Basti Dämmler, Netzwerk Industrie.Kultur.Ost

Leerstand nutzen für ein attraktives Zeitz - Maren Schiel, Förderverein der Leipziger Denkmalstiftung e. V.

Großstadt gestalten – Urbanität im Wandel - Prof. Dr. Wolfgang Sonne, TU Dortmund, Jochen Rack, Deutschlandfunk

Baugeschichte des Viadukts Annaberger Straße in Chemnitz - Verein Viadukt e. V.

Erhalt der ehemaligen „Hößlerschen Spinnmühle“ - Gert Rehn, Stadtforum Chemnitz

Die Wiederbelebung des ehemaligen Hauptgebäudes des ZEKIWA-Werkes in Zeitz - Sebastian Dämmler, Netzwerk Industrie.Kultur.Ost

100 Jahre Bauhaus – Der zweite Bauhausdirektor Hannes Meyer - Gert Rehn, Stadtforum Chemnitz

Neue Gründerzeit in Altenburg - Jutta Penndorf, Stadtforum Altenburg

Hannes Meyer als Vorbild – der Hannes-Meyer-Preis - Christian Hartwig, Arbeitskreis Innenstadt e. V., Halle

Aus den Stadtforen

Die Stadt träumt - Frank Kotzerke, Stadtforum Chemnitz

Görlitzer Stadtumbau-Matrix bedroht Denkmalsubstanz - Thomas Göttsberger, Stadtforum Görlitz und Zittau, Stadtrat in Ostritz

Ertüchtigung statt Abriss – ein großer Erfolg und eine bittere Pille - Dr. Johannes Rödel, Verein Viadukt e. V., Chemnitz

500 Jahre Industriekultur in Leipzig und Region - Dave Tarassow, Industriekultur Leipzig e. V.

Neues aus der Bergstadt Freiberg - Rüdiger Wirth, Stadtforum Freiberg

Chemnitz, Unsere Stadt – Gestaltung Stadtzentrum, drei Themen - Prof. Dr. Thomas Topfstedt, Universität Leipzig, Dr. Peter Fibich, Büro für Freiraumkonzepte, Prof. Karl Clauss Dietel, Stadtforum Chemnitz

Umgebindehäuser in der Oberlausitz: zwischen Wertschätzung und Zerstörung - Matthias Böhm, Stadtforum Zittau

Zittaus Kulturhauptstadt-Bewerbung und ihr Umgang mit Baukultur - Matthias Böhm, Stadtforum Zittau

Neues Leben in alter Schwemme-Brauerei - Marcel Naumann, Arbeitskreis Innenstadt e. V., Halle

Die denkmalgeschützten Brücken des Chemnitzer Bahnbogens - Frank Kotzerke, Verein Viadukt e. V.

Reaktivierung von Bahnhofsflächen zu Erlebnisräumen in Leipzig - Dave Tarassow, freier Autor, Leipzig

„Neubau-Verwahrlosung“ historisch bedeutsamer Stadtareale in Dresden - Sebastian Storz & Susanne Reichle, Forum für Baukultur e. V., Dresden

Leipziger Denkmalstiftung - Dave Tarassow, Leipziger Denkmalstiftung, Netzwerkkoordinator der Stadtforen Mitteldeutschland

Leipziger Denkmalstiftung bringt gefährdete Gebäude wieder auf`s Denkmalradar - Maren Schiel, Förderverein der Leipziger Denkmalstiftung e. V.

Für die Beibehaltung des historischen Verlaufs des Pleißemühlgrabens - Heinz-Jürgen Böhme, Stadtforum Leipzig, Förderverein Neue Ufer Leipzig e. V.

Wiederbelebung eines Altstadtviertels – Eigentümermoderation und Vernetzung in Halle-Glaucha - Gernot Lindemann, Leipzig

Baukultur fördert Bildung – Bildung fördert Baukultur - Sebastian Storz, Forum für Baukultur Dresden e. V.

Geplanter Erweiterungsbau am Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg - Dr. Rüdiger Wirth, Stadtforum Freiberg

Der Abriss des Raumflugplanetariums “Sigmund Jähn” – ein Fluthilfeschaden - Ruth Heftrig, Arbeitskreis Innenstadt e. V. Halle (Saale)

Umbau der Alten Aktienspinnerei zur Bibliothek der TU Chemnitz - Gert Rehn, Stadtforum Chemnitz

Meinertsche Spinnmühle in Lugau - Wolfram Günther, Leipziger Denkmalstiftung

Dresden – Bauten und Baupläne - Gert Rehn, Netzwerk der Stadtforen Mitteldeutschland (Beitrag der Redaktion)

Gefährdete Spinnmühlen im Erzgebirge – ein Überblick - Gert Rehn, Sächsischer Arbeitskreis Spinnmühlen

Gegen die Verstädterung unserer Dörfer - Michael Backhaus, Stadtforum Chemnitz

Praktische Arbeiten der Stadtforen

Die Mandau-Kaserne in Zittau mit neuer Nutzung - Matthias Böhm, Stadtforum Zittau, Stadtrat

Der Altan in Zittau - Thomas Göttsberger, Stadtforum Görlitz und Zittau, Stadtrat in Ostritz

Der Erhalt des Wohn- und Geschäftshauses Johannisstraße 49 in Altenburg - Peter Gzik, Stadtforum Altenburg

Städtebauliches Konzept Georgplatz/Ferdinandplatz in Dresden - Michael Wolf, StadtbilDDresden

Industriekultur Ost bis 1989: Zur Bewertung der architektonischen Qualität von Industriebauten der DDR - Basti Dämmler, Netzwerk Industrie.Kultur.Ost

Führung entlang der Baugeschichte von Connewitz

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals 2018 wurde eine Führung durch Connewitz organisiert. Im Folgenden finden Sie den Tourplan für den Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018.

Die Objekte finden Sie auch in unserem Denkmalradar unter denkmalradar.de

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Diese Tour führt zu hauptsächlich unsanierten Bauwerken, die die Ortsentwicklung von Connewitz illustrieren. Diese sind auch in unserem Denkmalradar (www.denkmalradar.de) aufgeführt. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Gebäude saniert und genutzt werden. Auf vielfältigen Wunsch stellen wir die Kurzbeschreibungen zu den Etappen online zur Verfügung. Wir wünschen viel Spaß beim Nachlesen!

Zur Geschichte von Connewitz:

Connewitz ist ein Stadtteil von Leipzig. Bis zu seiner Eingemeindung 1891 war der Ort eine selbständige Gemeinde. Heute ist Connewitz, gemäß der kommunalen Gliederung, ein Ortsteil im Leipziger Stadtbezirk Süd. Connewitz (altsorbisch Konowitza – „Ort wo die Pferde weiden“) wurde vermutlich im siebenten Jahrhundert von sorbischen Siedlern gegründet. Der Ortskern befand sich als Rundling am Dreieck der heutigen Prinz Eugen-, Probstheidaer- und Biedermannstraße. So entstand ein langgezogenes Sackgassendorf. Ab etwa dem elften Jahrhundert wurde die sorbische Bevölkerung im Zuge der deutschen Ostexpansion und der folgenden bäuerlichen Landnahme, in einem langen Prozess von den deutschen Siedlern assimiliert. Im Oberdorf entstand ein Rittergut (um 1100 Ritter von Kunawitz) Weitere Informationen findet man im Internet oder bei Pro-Leipzig.

01. „Villa Steyer“, Connewitz, Mühlholzgasse 12

1908 im Auftrag der Witwe Steyer vom Architekten Max Bösenberg erbaut. Nach der Zerstörung, im Jahre 1943 blieb vom stattlichen Hauptgebäude nur noch eine malerische Ruine zurück. Die erhaltenen Reste zeugen noch heute von der hohen künstlerischen Qualität des Jugendstilbaus. Erhalten sind die Nebengebäude: Stall, Remise, Kutscherwohnung und der Verbindungsbau zum Hauptgebäude

02. „Sommerhaus Winckler“ Connewitz, Prinz Eugene Str. 05

Im Kern wohl 1572 (Landhaus), Umbau 1806 Ein 1802 durch Friedrich Daniel Winckler, einem Angehörigen des Leipziger Gemäldesammlers Gottfried Winckler, erworbenes Sommerhaus. Bis 1989 mit einer horizontalen Holzverschalung. Diese klassizistische Fassadengestaltung war typisch für viele der hier entstandenen Sommerhäuser bis Mitte des 19. Jahrhunderts.

03. „Michels Hof“, Connewitz, Prinz Eugen Str. 07

Letzte bäuerliche Hofanlage in alter Dorflage Connewitz.  Fränkisches Fachwerk (Holzangel, Runen), Töpferwerkstatt bis vor ca. 4 Jahren; Krüppelwalmdach „Michels Gut“, ehemaliger fränkischer Vierseithof. Begründet 1548. Von 1752 bis Mitte 20. Jahrhundert Pferdnergut im Besitz der Familie Michel. Abriss der Scheune 1938. Heute bestehend aus Wohnstallhaus. Fachwerk über Bruchstein-Erdgeschoss. Erbaut vor 1785. 1880 wurde der Schüttboden über dem Stall zu Wohnungen umgebaut. Taubenhaus. Schweinestall wurde zum Trockenklosett umgebaut. Der Pferdestall wurde 1801 verändert. An der Straße entstand 1873 das Wohnhaus. Die Toranlage wurde 1938 mit Kugelpfeilern verziert.

04. „Klostergut Connewitz“ (Schülerfreizeitzentrum Mühlholz) Prinz Eugen Str. 42

Um 1525 Klostergut (davor Rittergut Kunawitz), 1909 Pächterhaus, 1884 Ställe Die Gebäude des ehemaligen Ritter- und späteren Klostergutes sind in ihrer langen Geschichte mehrfach erneuert worden. Die Stallanlagen, die jetzt den großen Wirtschaftshof begrenzen, entstanden 1884. Es sind eingeschossige Putzbauten auf Bruchsteinsockel mit Lisenengliederung (Lisenen – Mauerblende) und abschließenden Ziegellagen in Sägezahnfries. Auch die Toranlage mit Leipziger Stadtwappen an den Ziegelpfeilern stammen aus dieser Zeit. 1909 Neuerrichtung des Pächterhauses. Typische Hinwendung zum Neobarock, zur damaligen Zeit in Leipzig.

05. „Landhaus „Villa Schulz Schomburgk“, Connewitz, Prinz Eugen Str. 42

Erbaut 1905-06 vom Architekten Peter Dybwad. Das Gebäude entstand ursprünglich für den Bankdirektor Martin Erich Schulz. Dieser erwarb das ehemalige „Straubsche Gut“ und lies von Peter Dybwad eine Villa im englischen Cottagestil mit graubraunem Fachwerk erbauen. Das malerische Haus wurde später von seinem Sohn, dem Druckereibesitzer Herbert-Schulz-Schomburgk übernommen. Heute ist es ein normales Wohnhaus.

06. „Lindenhof“, Connewitz, Prinz Eugen Str. 42

1792 Landsitz, 1875 - 1877 Turmhaus Sogenannter Lindenhof. Wurde wohl 1792 als Sommerhaus für den Leipziger Verleger Friedrich Waygand, dem Erstherausgeber von Goethes „Werther“ gebaut. Der langgestreckte Bau ist einer der letzten rein klassizistischen Bauten in Leipzig. 1830 gelangte das umfangreiche Landgut in den Besitz des Leipziger Bankiers Wilhelm Seyfferth, bzw. dessen Tochter Johanna. Ursprünglich gehörte zum Lindenhof ein Park, der bis zur Eisenbahnlinie im Süden und zur Probstheidaer Str. im Osten und Norden erstreckte. Der Lindenhof ist nach langem Leerstand vom Verfall bedroht.

07. Doppelmietshaus, Connewitz, Bornaische Str. 112, 114

Erbaut 1936-37 Nach Plänen des Architekten Woldemar von Holy 1936-37 für die Landes-Siedlungs- und Wohnungsförderungsgesellschaft M.b.H. „Sächsisches Heim“ in Dresden errichtete Wohnanlage in abgerundeter Ecklage an der Prinz Eugen Str. in die Bornaische Str.

Unsere Bastelbögen

Bornaische Straße 178 / Gärtnerei Moritz

Das kleine zweigeschossige Fachwerkhaus mit Satteldach wurde im Zuge der Gründung der Gärtnerei Moritz durch Karl-Otto Moritz im Jahr 1870 erbaut. Das Haus stand über viele Jahre leer, bis eine Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Es wurde nach einer Lösung gesucht und der Verbund mit einem Neubau vorgeschlagen, um es als Ärztehaus zu nutzen. Leider konnte diese Idee nicht umgesetzt werden und das Gebäude wurde im August 2018 abgerissen. Neben wenigen Fotografien bleibt auch eine Nachbildung auf Papier erhalten, welche von unserem Roland mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Wer Interesse an dem Bastelbogen hat und diesem verlorenen Denkmal eventuell einen neuen Platz geben will, kann sich sehr gern bei uns melden.

Gärtnerei Moritz

Leipziger Denkmalstiftung

Gärtnerei Moritz

Gärtnerei Moritz