Das Denkmal

Sie wollen mehr über das spannende Thema Denkmal erfahren?

Hier finden Sie interessante Informationen und Links rund um das Thema Denkmal und Denkmalförderung.

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Denkmal Verstehen

In der föderalistisch aufgebauten BRD liegt der Denkmalschutz im Verantwortungsbereich der Länder. Im Sächsische Denkmalschutzgesetz, §2 wird das DENKMAL wie folgt definiert.

Kulturdenkmale im Sinne dieses Gesetzes sind von Menschen geschaffene Sachen, Sachgesamtheiten, Teile und Spuren von Sachen einschließlich ihrer natürlichen Grundlagen, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder landschaftsgestaltenden Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt.

Im Folgenden eine Liste, der in diesem Gesetz definierten, einzelnen Kulturdenkmäler, ergänzt um entsprechend bekannte Beispiele aus Mittelsachsen oder Deutschland:

  • ◦ Denkmalschutzgebiete, Grabungsschutzgebiete und archäologische Reservate,

Elbhänge Dresden

  • ◦ Reste von Menschen und von anderen Lebewesen, die sich in historischen Gräbern und Siedlungen befinden,

Gräberfelder von Rössen

  • ◦ Orte zu geschichtlichen Ereignissen,

Gustav-Adolf-Denkmal Lützen

  • ◦ Bauwerke und Kirchen,

Frauenkirche Dresden

  • ◦ Siedlungen oder Ortsteile, Straßen- oder Platzbilder oder Ortsansichten von besonderer städtebaulicher oder volkskundlicher Bedeutung,

Lüderitz – 3000 Jahre alte Siedlung

  • ◦ Werke der Garten- und Landschaftsgestaltung, historische Landschaftsformen wie Dorffluren, Haldenlandschaften,

Wörlitzer Park bei Dessau

  • ◦ Werke der Produktions- und Verkehrsgeschichte,

Sächsische Wollgarnfabrik Tittel & Krüger in Leipzig

  • ◦ Orte und Gegenstände zu wissenschaftlichen Anlagen oder Systemen,

Bauhaus Dessau

  • ◦ Steinmale,

Steinerne Jungfrau Dölau

  • ◦ unbewegliche und bewegliche archäologische Sachzeugen wie Reste von Siedlungs- und Befestigungsanlagen, Grabanlagen, Höhlen, Wüstungen, Kult- und Versammlungsstätten und andere Reste von Gegenständen und Bauwerken,

Syrauer Drachenhöhle

  • ◦ Werke der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks,

Bachdenkmal Leipzig

  • ◦ Sammlungen,

Gottfried-Silbermann-Museum in Frauenstein

Der Denkmalbegriff ist zeitlich nicht eingegrenzt. Ein Denkmal kann auch der jüngeren Geschichte angehören. Wesentlich ist lediglich, dass Botschaften in die Zukunft übermittelt werden sollen (z.B. Demokratieglocke Leipzig).

Oftmals werden Denkmale zu Wahrzeichen, wie z.B. das Völkerschlachtsdenkmal, das Brandenburger Tor, die Frauenkirche Dresden oder zu Mahnmalen, wie die Gedenkstätte Buchenwald.

Im Gegensatz zum Denkmal ist „Kulturgut“ jede bewegliche Sache oder Sachgesamtheit von künstlerischem, geschichtlichem oder archäologischem Wert oder aus anderen Bereichen des kulturellen Erbes, insbesondere von paläontologischem, ethnographischem, numismatischem oder wissenschaftlichem Wert (siehe KGSG, §2,10). Also z.B. Bilder, Notenblätter, Schmuck etc. Für den Schutz deutscher Kulturgüter ist der Bund zuständig.

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Der Begriff Denkmal

Laut Wikipedia soll den Begriff Denkmal erstmals in den Schriften von Martin Luther in der Bedeutung von „Gedächtnisstütze“ Anwendung gefunden haben. Luther verwendet es als Übersetzung für das griechische mnemosynon und das lateinische monumentum (lat. monēre = „gemahnen“, „erinnern“). 

Der Duden unterscheidet zwei Bedeutungen für DENKMAL:

1. zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung; Monument

2. erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt.

Es gibt im Deutschen keine einheitliche Definition für den Begriff „Denkmal“. Ursprünglich im Sinne von „Gedenken“ vorrangig für Monumente verwendet, erweiterte sich der Begriff in den verschiedenen gesellschaftlichen Epochen erheblich. Heute spricht davon, dass das Objekt anschaulich wesentliche Informationen zu den Lebensweisen der Vergangenheit enthalten soll. Dies können volkskundliche, künstlerische, wissenschaftliche oder auch städtebauliche Informationen sein.

Davon abgeleitet zeigt sich, dass der Begriff stark politisch geprägt ist, da jede Gesellschaftsform ihren eigenen Rahmen für den Begriff definiert. Jede Gesellschaftsform legt unterschiedlich aus, was „Erinnerungswert“ ist und was nicht, denn jedes Denkmal überliefert gleichzeitig die damaligen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. Deutlich wird dies insbesondere bei gesellschaftlichen Veränderungen, wenn Monumente als Zeichen einer „überwundenen“ Gesellschaftsform ganz bewusst zerstört werden (siehe z.B. Zerstörung berühmten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan). Andererseits verschwinden Denkmale ganz entgegen der Absicht ihrer Initiatoren oftmals im Laufe der Zeit aus der Betrachtungsweise des Einzelnen, da die enthaltenen Symboliken, Materialien etc. Spezialwissen erfordern, über das nur noch (Kunst-)Historikern verfügen.

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Der Begriff Denkmal

Laut Wikipedia soll den Begriff Denkmal erstmals in den Schriften von Martin Luther in der Bedeutung von „Gedächtnisstütze“ Anwendung gefunden haben. Luther verwendet es als Übersetzung für das griechische mnemosynon und das lateinische monumentum (lat. monēre = „gemahnen“, „erinnern“). 

Der Duden unterscheidet zwei Bedeutungen für DENKMAL:

1. zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung; Monument

2. erhaltenes [Kunst]werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt.

Es gibt im Deutschen keine einheitliche Definition für den Begriff „Denkmal“. Ursprünglich im Sinne von „Gedenken“ vorrangig für Monumente verwendet, erweiterte sich der Begriff in den verschiedenen gesellschaftlichen Epochen erheblich. Heute spricht davon, dass das Objekt anschaulich wesentliche Informationen zu den Lebensweisen der Vergangenheit enthalten soll. Dies können volkskundliche, künstlerische, wissenschaftliche oder auch städtebauliche Informationen sein.

Davon abgeleitet zeigt sich, dass der Begriff stark politisch geprägt ist, da jede Gesellschaftsform ihren eigenen Rahmen für den Begriff definiert. Jede Gesellschaftsform legt unterschiedlich aus, was „Erinnerungswert“ ist und was nicht, denn jedes Denkmal überliefert gleichzeitig die damaligen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. Deutlich wird dies insbesondere bei gesellschaftlichen Veränderungen, wenn Monumente als Zeichen einer „überwundenen“ Gesellschaftsform ganz bewusst zerstört werden (siehe z.B. Zerstörung berühmten Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan). Andererseits verschwinden Denkmale ganz entgegen der Absicht ihrer Initiatoren oftmals im Laufe der Zeit aus der Betrachtungsweise des Einzelnen, da die enthaltenen Symboliken, Materialien etc. Spezialwissen erfordern, über das nur noch (Kunst-)Historikern verfügen.

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